Was ist (Tier-)Training?

Kommunikation

ist mehr als reden

Beobachtung

heißt nicht beurteilen

Wissen

ist die Basis

Empathie

öffnet Türen

Beobachtung

Wie gerne sitzen wir im Kaffee und beobachten die vorbeigehenden Passanten? Sie hat eine auffällige Frisur; er eine unmögliche Krawatte. Das macht Spaß, aber bringt uns in dem Kontakt mit dem Beobachteten nicht weiter.

Um mit dem Tier kommunizieren zu können, muss man "Zuhören" lernen. Die Tiere zeigen uns viel über ihre Körpersprache und Mimik. Jeder kennt den wedelnden Hund, aber nicht jedes Wedeln ist freudig. Es könnte auch Aufregung und Anspannung anzeigen. Es gibt unzählige Signale, die die Tiere zeigen. Wir müssen lernen, sie zu verstehen. Wichtig dabei ist, dass wir Verhalten nicht interpretieren und bewerten sondern einfach nur beobachten. Anderenfalls kommen wir schnell dazu, die Tiere zu vermenschlichen: "Der hat ein schlechtes Gewissen." , "Er macht das, um mich zu ärgern." So werden wir den Tieren nicht gerecht!
Hunde zeigen sehr deutlich, ob sie Angst haben, sich freuen oder gerade gestresst sind. Das gilt es zu erkennen und entsprechend darauf einzugehen.
 
Wenn Sie mit Ihrem Hund eine Trainingseinheit beginnen,  starten Sie so, als ob es ein neues Tier wäre. Stecken Sie ihr Tier nicht in eine Schublade "Das kann er eh nicht", "Der hört sowieso nicht auf mich" oder "Das ist ja kein Problem, das macht er schon so lange richtig". Beobachten Sie das Verhalten und überlegen Sie, wie Sie es mit Training verändern oder aufbauen können. Beobachten und ggf. verändern aber nicht bewerten und interpretieren ist hier die Devise.
Es gibt Verhaltensweisen unserer Tiere, die uns zum Lachen bringen, aber es gibt auch andere, die uns zur Weißglut treiben. Beobachten Sie, wie es Ihnen beim Training geht. Wenn Sie wütend, genervt oder ungeduldig werden, unterbrechen Sie das Training sofort. Das ist nicht weiter schlimm und kann jedem passieren. Schade ist es nur, wenn Sie dann weiter trainieren und falsche Signale an das Tier senden oder gar ihren Unmut am Tier auslassen.
Machen Sie einen Moment Pause, atmen sie tief durch und überlegen Sie, was sie so aufgebracht hat und wie man das vermeiden kann. Wenn Sie in diesem Moment keine Idee haben, überlegen Sie in Ruhe. Lieber trainieren Sie dann an diesem Tag nicht mehr, als mit schlechter Laune.
Das Training soll sowohl dem Tier als auch dem Menschen Spaß machen. So wird es erfolgreich und effizient.
Zum Seitenanfang